Dabei handelt es sich sicher um DAS „Behindertenthema“ der letzten Jahre. Politik, Verwaltung, du und ich  – jeder spricht davon. Wissen jedoch alle, die davon sprechen, worüber sie (wirklich) sprechen?

Der Duden hilft

Wer bisher hierher mitgelesen hat, weiß es schon, es wären nicht wir, wenn wir nicht den Duden befragen würden, der sagt: „(Soziologie) das Miteinbezogensein; gleichberechtigte Teilhabe an etwas; Gegensatz Exklusion

Daraus wird sehr schnell klar (in unserem Kontext): Es geht um gleichberechtigte Elternschaft.

Demzufolge funktionieren einige, typische „Behindertenreflexe“ nicht mehr:

  1. Unendliche Begründung, warum etwas gebraucht wird.
  2. AntragstellerIn ist TonangeberIn
  3. Trennung von persönlichen (Behinderten)Bildern

Zur Erkärung

ad 2) Jeder Antragsteller aus dem Behindertenwesen kennt das: Man stellt einen Antrag, kriegt deutlich zu wenig, ODER muss ewig begründen, warum, was, wie…

Nimmt man Inklusion ernst, ist damit ja endlich Schluss: Aufgrund von elterlichen Rechten und Pflichten, ergibt sich Bedarf. Punkt. Warum und wieso ist zweitrangig ODER kennen Sie Eltern, die begründen müssen, warum sie zwei, und nicht 1,75 Stunden am Spielplatz sind mit den Kindern? Oder warum Sie Bücher lesen und nicht Kasetten hören?

ad 3) Eng verbunden zu 2) sind die oftmals eigenen Vorstellungen nicht behindeter Menschen, die entscheiden müssen, was nicht geht bzw. gehen darf. Das hat zwar lange funktioniert, sollte mit dem Zeitalter der Inklusion vorbei sein…

Steinbäcker weiß es

Würde man musikalisch Inklusion beschreiben wollen und müssen, würde sich der Refrain von „Ja eh“ von Gerd Steinbäcker sehr gut eignen: https://www.youtube.com/watch?v=Zp7qtli2oXY#t=0m56s

PS: Für das J kommt am 15.12.2016 „Jugendwohlfahrt und Behinderung – ein scheinbar unzertrennliches Nicht-Paar“