Jeder Elternteil, finden wir, sollte das kennen und bestätigen (können): Kindern wird vorgelesen, gemeinsam werden Bücher angeschaut, durchgeblättert etc.

So weit, so normal, finden wir.

Und weil es für uns normal ist und war, haben wir uns überlegt, WIE tun.

Ausgangslage

Kinder suchen sich irgendwelche Bücher aus, bekommen diese geschenkt oder leihen sich diese von irgendwo oder irgendjemanden.

Heisst im Klartext: „Vorbereiten“, wie wir das bisher gemacht haben, wird eher schlecht funktionieren.

Lösungsansatz

Wir haben uns dann entschlossen, folgendermaßen vorzugehen:

  • Buchtext wird unter Angabe d. Seitenzahl abgetippt.
  • Bilder in zwischen [] beschrieben, um diese vom restlichen Text abzuheben.
  • Dies erfolgt sehr zeitnah!!!

Unterschied zwischen Betreuerin und Assistentin

Darüber haben wir uns unter A und B schon ausgelassen, ABER der Unterschied wird hier wieder einmal sehr deutlich: Assistentin arbeitet nach og., von uns vorgegebenen Kriterien. Betreuerin hätte wahrscheinlich hin und her übelegt, (k)eine Lösung gefunden um dann entweder „Hm, was machen wir…“ zu sagen oder eine Lösung „anbieten“ mit dem gesprochenen Nachsatz „Passt das für euch?“ gefolgt vom unausgesprochenen, gedachten Nachsatz „Hoffentlich passt das, was ich anbiete, weil ich hab‘ keine Alternative“.

Muss das denn sein?

Ob (vor)lesen sein muss, ist eine sinnlose Frage? Nein, wir sind das in der Tat gefragt worden, mit dem Nachsatz, es  gebe ja ohnedies barrierefreie Bücher.

Zur Beantwortung dieser Fragen:

  • Ob das sein muss, beantwortet z. B. dieser Artikel: http://www.paradisi.de/Health_und_Ernaehrung/Mutter_und_Kind/Kinderbuecher/Artikel/4017.php#Bedeutung_der_Kinderb.FCcher_f.FCr_die_Entwicklung
  • Zu den barrierefreien Büchern: Vorsicht, unsere Kinder sind NICHT sehbeeinträchtigt, SIE brauchen diese Adaptionen nicht, aber WIR brauchen sie. Wenn man sich auf die Entfaltung(smöglichkeiten) von Kindern verständigt, ist dieser Gedanke der barrierefreien Bücher schlicht falsch. Wir haben diesen Gedanken dennoch weiterverfolgt, weil wir wissen wollten, ob – wenn es solche gibt – diese Inhalte äquivalent sind. Leider gab’s für viele Altersschichten überhaupt keine einerseits, andererseits sind die vorhandenen hinsichtlich ihrer Aktualität eher ausbaufähig.

Vorsicht Diskriminierungsgefahr

Würde man den Gedanken „Kind braucht das nicht, weil geht halt (für die Eltern) nicht“ spinnen wollen, so hat dieser auch einen Namen: Diskriminierung aufgrund eines Naheverhältnisses: https://www.land-oberoesterreich.gv.at/110053.htm

Und vermutlich würde auch eine Diskriminierung gemäß den Kinderrechten ein Thema sein. Also, Finger weg von solchen Gedanken!;-)

„Das müss‘ ma erst ausdrucken“…

… sagt unser Sohn immer, wenn er feststellt, dass er ein Buch hat, das wir – in barrierefreier Form – noch nicht haben.

PS: Passend zur Zeit, gibt es am 24.12.2016 vorgezogen das N wie Neugier.