Wie hier schon mehrmals ausgeführt, leben wir mit Persönlicher Assistenz: Menschen, die das so tun, was wir alleine nicht können, wie, wann und wo es wir wollen.

Da wie gesagt personelle Hilfe, geht es da immer um das funktionierende Miteinander. Wir machten die Erfahrung, dass dies (noch) besser  funktioniert, wenn jeder weiß, wie er/sie das tun soll.

Und da uns das gute Miteinander immer wichtig ist und war, haben wir Regeln aufgestellt, nach denen wir wollen, wie die Assistentinnen Dinge erledigen: Einerseits Regeln, die schlicht schildern, wie wir etwas wollen, andererseits „Hausverstandsregeln“, in denen wir Dinge nennen, wie wir etwas wollen, weil es wir so er- und gelernt haben.

Beispiele:

  • Assistentinnen haben Kommunikation zwischen Kindern und uns nicht genauer und bestärkend zu kommunizieren.
    UNVERSTÄNDLICH? Würde Ihnen gefallen, wenn sie zu ihrem Kind sagen: „Iss das nicht“ und ihre Haushälterin würde sagen: „Nein, nein, passt schon so“?
  • Die Abkürzung „g“, „dag“, „kg“ in Verbindung mit Gewichtsangaben sind zu kennen.
    UNVERSTÄNDLICH?: Nein, in Deutschland kennt man unserer Erfahrung nach die Einheit „dag“ nicht, wir ja keine Rassisten sind und daher auch deutsche Mitarbeiterinnen haben.
  • Keine Maßregelungen unserer Kinder
    UNVERSTÄNDLICH? Vorsicht, dies ist keine Erziehungshilfe. Oder würde Ihnen gefallen, wenn Ihre Augen zu Ihren Kindern sagen würden, was sie (nicht) tun sollen?`
  • Keine Kommunikation über uns hinweg betreffend Dinge, die uns(er Leben) betrifft.
    UNVERSTÄNDLICH? Würde es Ihnen gefallen, wenn Sie im Geschäft stehen würden, sie ganz offensichtlich der Kunde sind und die Verkäuferin sagen würde: „Passt für sie [also Sie], wenn ich das so mache?“.

Müssen es wirklich Regeln sein?

Wir sehen die Regeln als Synonym für Vorschriften. Warum? Es ist unser Leben, bei Nicht-Behinderung würden wir auch nicht diskutieren müssen, wie wir z. B. einkaufen wollen.

PS: am 11.1.2017 kommt S wie Sport