Immer wieder hören wir folgende Geschichte: Zwei behinderte Menschen – nicht unbedingt Eltern – lernen sich kennen und lieben.

Beide bekommen Assistenz. Beschließen diese selben Menschen, zusammen zu ziehen, schwupps, 50% Reduktion der Assistenzleistung.

Wie gesagt, wir hörten diese Geschichte immer wieder.

Bis 2014. Dann war es auch bei uns soweit mit dieser Rechnung. Natürlich, wie soll es anders sein, durch die Professionalisten.

Dies ging so weit, dass einer von uns nicht fertig begutachtet werden konnte, weil vom anderen die Daten nicht heraus gegeben wurden. WILLKOMMEN DATENSCHUTZ!!!

Wem diese „Geschichte“ zu weit weg ist, folgendes Gedankenspiel:
Würden sie beschließen, gemeinsam zu wohnen und die Kinder gemeinsam aufzuziehen und man würde Ihnen sagen, dass sie – weil sie ja gemeinsam sind – brauchen sie nur noch die Hälfte der Zeit für die Kinder(erziehung). Dies mag richtig sein, wenn nur ein Kind da ist, wenn sie schon zu einer Symbiose zusammengewachsen sind. Ist dies jedoch nicht der Fall, etwas absurd, oder?

Ergänzend sei jetzt nur noch auf die Unzulässigkeit des Eingriffs in Familienleben hingewiesen…

Aber ein bisserl billiger muss es ja sein
Zu oben Gesagtem steht für uns natürlich und selbstverständlich außer Streit, dass es zusammenlebenstechnische Synegien geben muss und gibt. Es wäre etwas sinnbefreit, dass wir getrennt einkaufen gingen oder zwei mal die gleichen Kinderbücher in barrierefreie Form bringen liesen, obschon wir sie beide brauchen. Dennoch gilt: Die Synegien kommen von uns, denn sie sind ein Spiegel unseres Familien- und Zusammenlebens.

PS: Am 18.1.2017 gibt es „Nimm 2, zahl 1 – funktioniert nicht Teil 2 von 2“