• Was essen sie am 4.10.2017?
  • Am 9.12.2017, zwischen 9:00 und 11:00, werden sie da einkaufen?
  • Am 8.5.2018, arbeiten sie da oder sind Sie auf Urlaub?

Unbeantwortbare Fragen? Wir müssen echt sagen, Sie sind organisatorisch echt schwach, denn wir – behinderter Mann und Frau – müssen derartige Fragen mindestens ein Jahr im Vorhinein beantworten (können), wenn wir einen Antrag auf Assistenz stellen.

Und jetzt stellen Sie sich noch vor, Sie haben Kinder, dann sind – so würden wir vermuten – derartige Fragen noch unbeantwortbarer, weil Pläne durcheinander kommen, wenn

  • Kinder krank sind,
  • Kinder schlechte Laune haben,
  • Kinder schlicht keine Lust haben oder
  • einfach Kinder sind.

Und Lösung?
Wer uns kennt, hier auch gleich die Lösung zur freien, kostenlosen behördlichen Umsetzung:

  1. Im Falle von behinderten Eltern immer das gesetzliche Maximum, um Spielräume und Spitzen abzudecken, die durch die Elternschaft sich einfach ergeben.
  2. Ergänzung zu 1) genaue, kompetente und transparente Kontrollen, um zu vermeiden, dass sich diese Idee nicht zur Geldverbrennungsmaschine entwickelt.

In unserem Fall?
In unserem Fall hatten wir doppelt Glück:

  1. Die Datenbasis aus den bereits vergangenen Jahren ergab ein sehr deutliches Tagesbedarfsdurchschnittsbild, welches
  2. für die Behörde transparent genug war, um diese Angaben zu übernehmen.

1.und 2. hätte zugegebener Maßen früher nicht funktioniert, denn dafür Grundvoraussetzung ist eine Begegnung auf Augenhöhe, diese hat es früher noch nicht gegeben. Heute, da wir alle, Betroffene, Politik und Behörde ja Inklusion voll und ganz lieben und leben, ist das  Gott sei Dank nicht mehr der Fall.

Nachtrag: Soeben sind wir aufgewacht und mussten feststellen, dass das mit der Inklusion noch nicht ganz stimmt, der Rest des Textes (bis „….diese Angabe zu übernehmen“) wurde jedoch im wachen Zustand geschrieben und stimmt…;-)

Spinnerei oder Tatsache?
„im Voraus sagen, wie etwas verlaufen, ausgehen wird“ defjniert der Duden diese Wörter. „…wie etwas läuft“ kann unserer Beobachtung eine Familie nie und nicht sagen. Warum? Weil das der Unterschied zw. Allein- und Zusammenleben ist: Es ist nicht von einer, sondern von mehreren Personen abhängig und wird von diesen (mit)gestaltet.

Am 29.1.2017 gibt es W wie Wetter