ODER: Vorhersagen ist nicht möglich

Über Voraussagen haben wir uns im V schon ausgelassen. Ein (weiteres) Beispiel für die Praxis: Sohnemann ist bei einer Geburtstagsfeier in einem Einkaufscenter eingeladen, gleich nach dem Kindergarten.

Eine Mutter fragt uns voll inklusiv und unsere Behinderungen ignorierend (ach, was sich die bloß erlaubt!;-)), ob wir ihren Sohn, ein Freund unseres Sohnes, mitnehmen würden dorthin, da sie arbeiten müsse.

Voll inklusiv bejahen wir, wissen zugleich: Assistenz wird uns dort hinbegleiten, um einerseits die Örtlichkeit aufzufinden, andererseits waren wir dort noch nie, daher wissen wir darüber wenig bis gar nix, wie es dort ablaufen wird: Ist Elternteilnahme möglich/erwünscht? Was, wenn das Kind was braucht?

Um Kosten zu sparen, treffen wir uns vor dem Einkaufscenter mit der Assistentin, denn den Weg dorthin kennen wir, Wege innerhalb des Centers zu kennen/zu erlenen – sorry, wir haben Kinder und etwas Besseres zu tun…

Also trafen wir uns dort, Assistentin begleitete uns in Spiele-Zone, wo die Geburtstagsfeier stattfand. Dort trafen wir eine andere Mutter, mit der wir kurzer Hand beschlossen, während der Kinderunterhaltung einen Kaffe zu trinken und dann gemeinsam nach Hause zu fahren. Den Kaffe tranken wir ohne Assistenz, schickten sie dann nach der Wegbegleitung also nach Hause.

Wenige Minuten, die zur vollen Teilhabe beitrugen.

Wie es auch anders gehen hätte können?

  • Nein, es wäre für uns keine Alternative, anderen Eltern uns und unsere Kinder „umzuhängen“ – sie haben schließlich eigene.
  • Nein, wir haben keine Lust, vorher groß (Wege)Vorbereitungen zu treffen – ginge nur auf Kosten der anderen unsrigen Kinder.
  • Ja, es wäre eine Möglichkeit gewesen, im Spielecenter anzurufen und um Abholung zu bitten. Wir hatten den Mut nicht;-), sollten Sie in haben, wir geben gerne den Kontakt her, probieren Sie es, für uns…

PS: Am 14.4.2017 gibt es „Tragen will gelernt sein“