Suchen wir Assistentinnen, bewerben sich sehr oft Assistentinnen, die schon Assistenz geleistet haben. Meist bei körperbehinderten Menschen, oft auch bei und für blinde Menschen.

Was auf den ersten Blick als Vorteil erscheinen mag, ist sehr oft genau das Gegenteil von einem Vorteil.

Warum?

  • Es dürfte „Lernen am Modell“ (s. https://de.wikipedia.org/wiki/Sozialkognitive_Lerntheorie) eine Rolle spielen: Kennst einen Blinden, kennst alle.
  • Wenn Assistenz aufgrund einer „gegenteiligen“ Behinderung geleistet wurde, kann’s auch schwierig werden: Wir verstehen jeden Rollstuhlfahrer, der NICHT jeden Schritt beschreiben möchte, von Routinen immer wieder in Kenntnis gesetzt werden will – das ist anstrengend. DAS läuft bei uns jedoch anders: Wir wollen wissen, dass die Küche schmutzig ist. Wir wollen wissen, was in einem Brief steht, auch wenn es sich nur um Werbung handelt.

Die Lösung? Es kann NUR Aufgabe der Assistentin sein, sich komplett neu einzustellen. Wir können und dürfen sie nicht umprogrammieren. Dürften wir das, würden wir eine Gehirn-Amputation der Erinnerungs-Zone im Hirn veranlassen…;-)

Am 17.12.2017 gibt es „Wer kümmert sich um uns?“