Wir hören oft: „Ah, jetzt, mit drei Kindern, braucht’s sicher mehr Assistenz“.

Diese Ansage ist einerseits nicht zu beantworten, andererseits zeigt es (wieder einmal), die falsche Überlegung zum Thema Assistenz: Selbst, wenn wir 100 Kinder hätten, wäre diese Frage nicht eindeutig beantwortbar.

Denn nicht die Anzahl der Kinder gibt Auskunft über unseren Assistenzbedarf, sondern die Wünsche, Möglichkeiten und Wesenszüge unserer EINZELNEN Kinder ergeben in der Zusammenschau Auskunft über den notwendigen Assistenzbedarf – juristisch: ABGB § 138, Z. 1 und Z. 4 verschriftlicht diese Individualität und damit verbundene Anforderung.

Warum so kompliziert?

Wären alle unsere Kinder z. B. Leseratten, hätten wir mehr Bedarf in der barrierefreien Bücherdarstellung. Wären sie hingegen alle – was wir nicht hoffen – Couch-Potatos, dann würde sich der Assistenzbedarf auch anders gestalten.

Fazit: Die Voraussage anhand der Kinderanzahhl ist schlicht falsch.

Am 5.8.2018 gibt es „Ach, das geht ja nicht, weil…“