Solche und ähnliche Satzanfänge kennt jeder behinderte Mensch, davon sind wir überzeugt.

Beim Fortsetzen kommt dann meist mehr oder minder flüssig über die Lippen „…du behindert bist“.

DAS sich dieser Satz jedoch jemals in des Menschens Hirn eingeschlichen hat, ist definitiv und ausschließlich Politik; Verwaltung und Gesellschaft, also irgendwie wir alle, Schuld.

Denn: Würden wir Art. 7 B-VG  wirklich ernst nehmen, dann würden Bund, Länder und Gemeinden dafür Sorgen müssen, dass es dazu gar nicht kommt und die Überlegung lauten müssen: Was braucht der behinderte Mensch, dass wir, als Bund, Land und Gemeinde, die Verfassung ERFÜLLEN. Anders formuliert: Welche Bereiche betrifft den KONKRETEN BEHINDERTEN MENSCHEN, um Artikel 7 zu erfüllen.

Dann würden wir uns auch alle „Ach, das geht ja nicht weil“ ersparen…

Nein, wir erwarten uns keine Utopien – und so dürfte der zitierte Artikel auch nicht gemeint sein.
Nein, wir werden HOFFENTLICH nie legal Auto fahren dürfen – da hilft der beste Artikel 7 nichts UND DAS IST AUCH GUT SO.
Nein, Gleichstellung ist keine Lotterie, wo sich – meist Behörden – aussuchen, was (nicht) geht.

Am Autofahr-Beispiel bleibend ist es die – momentan – natürliche Grenze. Sich jedoch zu fragen, ob wir dieses oder jenes brauchen, ist eine künstliche, ja menschliche Willkür-Grenze.

PS: Am 12.8.2018 gibt es „Schatzsuche und Assistenz“