Gewissermaßen sind für blinde Menschen die Hände die Augen. Mit diesen „Handsaugen“ lässt sich vieles machen und kompensieren, so es sich  um unmittelbare  Nähe handelt.

Das gilt auch für und bei den Kindern, so lange  diese alleine sind und keine Geschwister haben.

Warum? Dazu folgende Übung:

  1. Versammeln sie drei Kinder um sich.
  2. Sie lesen dem einen was vor, das andere malt und das dritte singt.
  3. Das malende Kind sagt: „Ist das ein Filzstift oder ein Farbstift?“ in ihre Richtung.
  4. Sie machen vom Lesen Pause, heben den Kopf und beantworten die Frage aus der Ferne dadurch, dass sie den Unterschied sehen.

Und bei Schritt 4 liegt wohl der größte Unterschied: Kind muss entweder kommen oder ich, Jasmin, zum Kind gehen, um diese Frage zu beantworten.

Dieses Beispiel sollte illustrieren, dass – wenn mehrere Kinder sind – meist nicht alle automatisch das gleiche machen, was bei räumlicher Nähe sehender Weise kein Problem darstellt – sonst hätte spätestens jeder Kindergarten ein grooooooßes Problem.;-)

Dehnt man dieses Beispiel auf z. B. Spielplatz aus, sollte spätestens klar sein, dass die Handsaugen Grenzen haben und somit andere Wege (der Unterstützung) notwendig werden und sind. Schließlich ist es schwierig möglich, mit den Handsaugen bei drei Kindern zu gleich zu sein – im Gegenzug zu den Augen.

Und bei Sehbehinderung und -rest?
DAS hängt ganz vom Sehrest und den damit verbundenen Ausprägungen wie Helligkeit, Größe des zu Sehenden etc. ab

Heisst dass, du hast 24/7 Assistenz, die dich unterstützt?
Nein, dass dem nicht so ist, haben wir bereits ausgeführt. Das Wohnungsbeispiel und das Spielplatzbeispiel ist bewusst gewählt, weil beim einen das „auf sich Zukommen“ möglich, beim Spielplatzbeispiel nicht möglich ist, weil es wirklich um ÜberBLICK geht.

Am16.12.2018 gibt es „Verschenken Schule und Bank Barrieren?“