Wir hören und lesen immer wieder, dass blinde und sehbehinderte „Elternkollegen“ davon berichten, mit Freunden auf den Spielplatz zu gehen und diese, die Freunde, beaufsichtigen die Kinder mit.

Schön, wenn man sich das ausredet, warum nicht.

Diese Vorgehensweise hat in folgender – realer – Situation seine Grenze erreicht: Drei Kinder, eines muss aufs Klo.

Im Sinne der natürlichen Beistandspflicht schaut die Freundin inzwischen auf zwei der Kinder. Eh klar.
Mit dem anderen gehe ich, Jasmin, aufs WC – mit der Assistentin, weil ich aufgrund der Spielplatz-Größe nicht (genau) weiss, wo es ist.

Ja, richtig beobachtet, ohne Assistentin müsste sich die Freundin teilen. Da ich hierfür noch keine strafefreie Freunde-Teilungs-Lösung gefunden habe, mache ich es weiterhin so, wie beschrieben.

Ja, auch richtig, gesetzlich wär’s wieder einmal Mobilität.

Nein, für mich ist es keine Option, mich bittend durch den Spielplatz zum WC zu fragen.

Am 10.3.2019 gibt es „Was uns nicht betrifft, betrifft uns doch“