Inklusion im uns bekannten Sinne wird entweder in Verbindung mit behinderten Kindern, die im Regelbetrieb – wie alle anderen – beschult werden sollen, oder erwachsene Menschen, die beruflich die gleichen Rechte und Chancen haben sollten, verwendet.

Was ist Inklusion, wenn behinderte Eltern, nicht behinderte Schüler haben? Eine vielleicht philosophische Frage, zugleich wirft sie jedoch eine bislang nicht sehr breit diskutierte Frage auf: Wer oder was ist dann für die Unterstützung der Eltern zuständig, dass sie am Schulleben normal teilnehmen können?

An einer Teilanwort versuchte sich telefonisch im April 2018 ein Jurist der Behörde, indem er meinte: Wenn es sich um eine öffentliche Schule handelt, dann die Schule. Zu seiner Verteidigung muss man vorausschicken, dass es sich dabei um einen Juristen handelt, der im Ursprung vom Schulrecht kommt.

Dabei kann ess sich jedoch nur um einen ersten Denk-VERSUCH gehandelt haben, denn dazu zwei Überlegungen:

  • Stellen Sie sich vor, in einer Klasse säßen zwei Kinder behindeter Eltern. Wer zahlt der Klassenlehrerin den (ZUSATZ)Aufwand? Wo hört dieser Zusatzaufwand auf?
  • Wer ist zuständig, wenn das Kind in eine private Schule geht?

Und diese zwei Fragen wären wahrscheinlich erst der Anfang, denn § 61 Abs. 1 Schulunterrichtsgesetz sagt unmissverständlich, dass die Eltern für einen guten Schulbesuch der Kinder (mit)verantwortlich sind. Daher endet diese Pflicht sicher nicht in der Schule, sondern reicht ganz klar in den Privatbereich.

Uns würde es NICHT wundern, wenn diese Fragen von betroffenen Eltern, von betroffenen  Nicht-Eltern und Angehörigen von Betroffenen jeweils anders beantwortet werden würde:

  • Betroffene Eltern: ICH muss eine Lösung finden, es liegt an mir, wenn ich keine finde.
    ODER
    Es wird mir schon wer helfen, schauen wir einmal.
  • Betroffene Nicht-Eltern: Bei mir hat’s auch der Lehrer gemacht, also warum nicht?
  • Angehörige: Gemeinsam mit Inklusions- und Klassenlehrer bringen wir das Kind schon durch.

Und unsere Antwort: In Wirklichkeit ist Schule normaler Teil, der Eltern betrifft, Schule hört nicht in der Schule auf, sondern reicht die für die Schule notwendige Unterstützung deutlich in den Privatbereich, wie Spielplatz gehen u. v. m.

Am 24.3.2019 gibt es „Gut?ACHTEN!!! – Teil 1“