Wir haben immer wieder  von GutachterInnen berichtet, die effektiv darüber entscheiden, welche Leistungen behinderte Menschen (nicht) brauchen. Ja, wir wissen diese Aussage, ist unpräzis, weil die Beweiswürdigung bei der Behörde liegt und blablablablabla. Die Erfahrungen zeigen ein anderes Bild.

Daher werde ich, Jakob, anhand meines Gutachtens aus dem Oktober 2018 aufzeigen, was da drinnen steht, was nachweislich schlicht falsch, oder auch richtig ist.

Um die Materie nicht zu trocken zu gestalten, drehe ich es um, indem ich wörtliche Zitate aus dem Gutachten bringe und darauf aufbauend Erklärungen liefere.

Wörtlich: „Da sich der erhobene Unterstützungsbedarf ausschließlich durch Belange, die in Zusammenhang mit der Elternschaft stehen, ergibt und dies in der geltenden LEVO nach Stmk. BHG nicht angeführt ist, kann derzeit keine Empfehlung von Seiten des iHB-Sachverständigendienstes erfolgen. Es obliegt der Würdigung der Behörde, ob die Leistung „Persönliches Budget“ zuerkannt wird..“

Dabei handelt es sich noch um den richtigeren Teil, aber beginnen wir von hinten:

  • „Es obliegt der Würdigung der Behörde, ob die Leistung „Persönliches Budget“ zuerkannt wird.“
    Dies ist nicht sehr verwunderlich, DAS sollte es immer tun: Anhang der sogenannten Beweiswürdigunng, IST es IMMER die Aufgabe der Behörde, dass im konkreten Fall man so tut, als handle es sich um die Heilige Schrift bei den Gutachten, ist ein Missverständnis der  Gutachter UND Behörde.
  • „Da sich der erhobene Unterstützungsbedarf ausschließlich durch Belange, die in Zusammenhang mit der Elternschaft steheen, ergibt und dies in der geltenden LEVO nach Stmk. BHG nicht angeführt ist, kann derzeit keine Empfehlung von Seiten des IHB-Sachverständigendienstes erfolgen.“
    WEIL es um Elternschaft geht, sei das Gesetz nicht zuständig? Durch diese Überlegung beweisen die Gutachterinnen eine leider mangelhafte Textverständnis-Kompetenz, denn im verwendeten Material, das zur  Gutachtenerstellung herangezogen wurde, wurde auch ein Mail vom 17.7.2018 von mir an die Oberbehörde, in dem ich exakt diese Frage der Elternschaft stelle, erwähnt. Aus dem besagtem Mail heisst es, dass auch Elternschaft ein Thema sein kann, das zur Bemessung dient.
    Weiters nicht minder verwunderlich, dass die Abstraktionsfähigkeit schon so bald zu Ende ist, denn man könnte auch, und das würde dem Behinderten-Schachtel-Denken sicher nahe kommen, Elternschaft in die Teile Mobilität, Einkaufen, Teilhabe, Haushalt etc. zerlegen. Wie gesagt, DAS wäre dann aber schon sehr intelligent, jedoch zumindest einer der beiden Gutachterinnen zumutbar, die angegeben hat im Gespräch, selbst zwei erwachsene Kinder zu haben. Trotz erwachsener Kinder, glaube ich nicht, dass sich der Begriff, Sinn und Zweck von Elternschaft geändert hat. Auch ist mir keine rechtliche Quelle bekannt, die besagt, dass ein behindeter  Mensch in einem gewissen Bereich ein „Maximum“ an Unterstützungsbedarf haben darf, in einem anderem Bereich keinen. Diese Bewertung stünde Art. 7, Abs. 1 B-VG wohl eher dagegen.

Am 31.3.2019 gibt es „Gut?ACHTEN!!! – Teil 2“