Inklusion ist in etwa, dass alle „ganz normal“ in der Gesellschaft leben.

Unserer Erfahrung nach dafür aber auch notwendig, dass nicht nur die behinderten Menschen selbst „normal“ behandelt werden, sondern auch, dass das Umfeld „normal“ bleibt, wenn behinderte Menschen Assistenz mithaben.

Sehr oft reagiert Umfeld nämlich dadurch, dass man sich Übergebühr bei der Assistentin für ihre (bezahlte) Zeit bedankt bis hin, dass man die Assistentin beginnt einzuteilen.

Keiner dieser beiden Szenarien ist inklusiv.

Inklusiv ist: Die Assistentin ist da. Hat natürlich Grundbedürfnisse wie Trinken etc., braucht jedoch keine Sonderbehandlung – oder ändern sie ihr Verhalten, nur weil jemand Augen (mit)hat? Wahrscheinlich nicht.

Wissen Sie warum? Weil sie, die Augen, etwas Normales sind. Und genau SO hat Assistenz auch gesehen zu werden.

Aber sie sind auch nur Menschen…
…ist vielleicht Ihr Einwand, der natürlich stimmt.
Was aber in dieser Überlegung fehlt, ist ein kleines Wörtchen: arbeitend.
Und dass arbeitende Menschen nach gewissen Rahmenbedingungen arbeiten MÜSSEN, dürfte relativ normal sein – hoffentlich auch, wenn arbeitende Menschen für behinderte Menschen arbeiten.

Am 2.2.2020 gibt es „Dauert Assistenz durch Kinder länger?  – Teil 1“