Inspiriert von diesem lesenswerten Artikel, machen wir uns nachfolgend Gedanken über den Zusammenhang zwischen Erziehungsvorstellungen, Familienbild und Assistenzbedarf und Reinigung.

Wie das zusammenhängt?
Einerseits: Je weniger jemand zu Hause ist, desto weniger Schmutz entsteht (in der Küche). Andererseits: Je mehr die Kinder zu Hause und je kleiner die Kinder sind, desto mehr Schmutz entsteht (überall).

Ob und (wieviel) die Kinder zu Hause sind, ist in Österreich im Kindergartenalter weitestgehend Elternentscheidung.

Jedoch auch in der Schule trifft das zu: Besuchen sie nicht die Nachmittagsbetreuung, sind sie z. B. in der ersten Klasse spätestens um 13:00 zu Hause.

Es entspricht sowohl unserem Familienbild, als auch unseren Erziehungsvorstellungen, dass wir möglichst viel Zeit unseren Kindern zur Verfügung stellen.

Dies bedingt auch, dass das Thema Schmutz anders behandelt werden muss, als wären sie nicht so viel zu Hause: Einerseits machen sie einfach mehr Schmutz dadurch (weil auch mehr Zeit dafür ist;-)), andererseits machen sie ihn auch unkontrollierter: mal im Wohnzimmer, mal in der Küche, und, und, und…

Wären sie weniger zu Hause, würden sich einerseits die Schmutz-Locations minimieren, andererseits generell – ob der kleineren, zeitlichen Präsenz – die Zeit für die „Tätigkeit“ weniger sein.

Dass sich damit der Assistenzbedarf anders lagert, dürfte sohin relativ klar sein.

Das betrifft im Übrigen natürlich nicht nur Reinigung, sondern auch Einkauf und sonstige alltägliche „Gebiete“.

Aber das ist bei uns auch so
Ja eh – ist ganz normal familiär – das denken wir auch. Je fachlicher die Welt jedoch, desto unnormaler wird diese Normalität, unserer Erfahrung nach.

Am 16.2.2020 gibt es „Hilfe anbieten, um zu beschleunigen?“