Es war der 8. Oktober 2017.

Ich, Jakob, beschloss mit den beiden Söhnen, dass wir uns den Graz Marathon 2017 ansehen.

Gesagt, getan, suchten sich die Buben entlang der Strecke ein Plätzchen: Wie es der „Zufall“ wollte, fiel die Wahl auf einen Platz entlang der Strecke direkt bei einem Café…;-)

Plötzlich musste der Jüngere der beiden aufs WC. An und für sich keine sehr große Aufgabe, wären da nicht unüberwindbare Stufen zum Klo gewesen: Stufen, die das Kind alleine nicht steigen kann, ich, Jakob, ihm aufgrund fehlender, eigener Stabilität nicht helfen kann.

Die Lösung: Wir gingen in das öffentliche WC im Kunsthaus Graz – unweit von unserem Ursprungsort.

Die Moral

Wäre Assistenz dabei gewesen, wäre die Sache klar gewesen.

ABER: Was ist, wenn wir nicht immer Assistenz dabei haben wollen, um es in einem heutigen, elterlichen Schönsprech zu sagen, Quality-Time haben möchten? Fast wäre das ja wie gesagt perfekt möglich gewesen…
Weiterer „Merksatz“ für Entscheidungsträger: Mangelnde Barrierefreiheit für Eltern führt zu Assistenzbedarf. Wird dieser nicht (an)erkannt, ist dies eine DISKRIMINIERUNG von Kindern aufgrund der Behinderung der Eltern.

Am 31.1.2021 gibt es „Egozentrik-Gefahr durch Alles-Selbst-Könner-Anspruch?“