4:2 für den Text

Fahrradprüfung.

Einige Unterlagen für die Eltern zum Durchlesen und zum Ausfüllen.

Im Jahr 2022 genau vier Zettel zum Durchlesen, zwei zum Ausfüllen.

In anderen Worten: Vier Mal OCR-Software, vier Mal vorlesen und anschließendes Ausfüllen.

Warum das hier steht?

Das hat mehrere Gründe:

  • Diese „Aktion“ ist weder reines Vorlesen, noch reines Ausfüllen, daher kein wirklich messbarer Bedarf.
  • Es ist einfach zu tun.
  • Die Hilfsmittelgrenzen in diesem Beispiel ist sehr eindeutig.

Am 17.4.2022 gibt es „2 Menschen, 15,5 Stunden Assistenz“

Wenn’s das Kind nicht lesen kann, dann halt die Eltern

Ende Kalenderwoche 10 2022 kam von der Lehrerin die Info, dass es eine Märchenwoche geben wird. Zusatz: Da es alte bekannte Märchen sein werden, können die Kopien schlecht sein, wir Eltern sollten die Kinder beim Lesen unterstützten.

Für Eltern klar: Sie helfen, wenn es nicht lesbar ist.

Für uns Eltern klar Wir lassen abtippen, um zu helfen, wenn es nicht lesbar ist.

Was daran  interessant sein sollte? Nichts, nur ein Praxisbeitrag zum Thema: Andere Wege, selbes Ziel, vermutlich auch als „Inklusion“ bezeichnet.

Am 10.4.2022 gibt es „4:2 für den Text“

Diversität und Inklusion – bei 1450 noch nicht

In der Vergangenheit – also jedenfalls bis zum 1.3.2022 – hat man auf die Ansage, dass man eine sechsköpfige Familie ist und kein Auto hat/lenkt, ein unglaubwürdiges Nachfragen beim Gesundheitstelefon 1450 verursacht.

Auf den dezenten Hinweis auf die behinderungsbedingte Unmöglichkeit des Autolenkens, kommt ein verlegenes Lachen.

Warum das hier steht?

Weil es ein Realitätsbezug zu den Zielen der Inklusion, Diversität und Vielfalt ist: Offensichtlich sind die beim Roten Kreuz noch nicht sehr ausgeprägt – und das trotz der Liebe zum Menschen.
Sehr schade!

Am 3.4.2022 gibt es „Wenn’s das Kind nicht lesen kann, dann halt die Eltern“

Quarantäne, Ferien und Urlaub als perfekte Zeit-ist-egal-Kombi

Wir haben schon viel über (Mehr)Zeit geschrieben und klar festgehalten, dass das Dauert-es-so-lange-es-Dauert NICHT funktioniert, wenn man inklusiv (für die Erwachsenen eher gleichberechtigt) lebt, d. h. arbeitet, Kinder hat, die nicht in Nachmittagsbetreuung und Kindergarten verstaut werden und wurden, dass die armen behinderten Eltern mehr Zeit haben, für den Alltag.

In KW 8 2022 haben wir jedoch die ideale Kombi gefunden:

  • Schüler haben Ferien
  • Eltern Corona

Was dadurch wegfiel:

  • Freizeitgestaltung (coronabedingt)
  • Schule und damit Unterlagen(Kontrolle) (ferienbedingt)
  • Zeitmanagement (coronabedingt)

Dadurch blieb viiiiiiiel Zeit – für Alltag.

Warum DAS hier steht?
Weil es eine gute Erfahrung war zum Thema „Wenn 90% des Alltags entfällt, hat (Zeit)Einteilung eine andere Dimension“ – bei jedem und bei uns noch mehr, weil es Dinge gibt, die wir machen und länger Zeit brauchen möglicherweise gar nicht so relevant sind.
Was auch noch interessant ist? Dinge, wie Post und sonstige Unterlagen waren trotzdem – wie bei jedem anderen auch -, d. h. ganz sind wir dem Alltag auch nicht ausgekommen – häufig abgewickelt onlline, telefonisch und Co.

Am 27.3.2022 gibt es „Diversität und Inklusion – bei 1450 noch nicht“

Von selbstbestimmt über selbstständig bis eigenverantwortlich

Dabei handelt es sich um sehr behindertenbereichsbekannte, oft nichtssagende Worthülsen. Nachfolgend ein Praxisbeispiel, wie es im Inneren dieser Hülsen praktisch aussehen kann. Wir holten für die gesamte Familie 20 Gurgeltests. Jede Schachtel hat einen Code, der durch Scannen eingetragen wird, um den Test durchführen zu können. Soweit eine Möglichkeit. Wie wir es tun? Wir holen diese selbstständig und selbstbestimmt in der Apotheke – der Weg ist bekannt. Die Assistentin bepickt die Tests mit Braille und beschriftet sie in Grossschrift und tippt eigenverantwortlich die Codes in eine Liste, aus der wir bei Bedarf die jeweilige Nummer herausholen. Wer das Suchen des Codes mit Kamera probiert: Vier Kinder, die das auf ihre Weise interessiert, nicht vergessen. Am 20.3.2022 gibt es „Quarantäne, Ferien und Urlaub als perfekte Zeit-ist-egal-Kombi“

Ganz schön normal, so ein Tag 5/X

Aufstehen, frühstücken, einkaufen, Essen gehen und Haushaltstätigkeiten.

DAS war der 19.2.2022.

Was daran spannend sein soll, wissen wir nicht.

Interessant für den Assistenzbedarf: 8 Stunden, für zwei Menschen, die Elternschaft ausüben.

Geht das nicht billiger?
Ja, gern. Auf was verzichten?

  • Einkaufen?
  • Essen gehen?
  • Haushalt?

Eher wohl nicht.

Apropos: Das Essengehen verursachte auch diesmal Assistenzmehrkosten: 21,4%

Am 13.3.2022 gib es „Von selbstbestimmt über selbstständig bis eigenverantwortlich“

Aus wie vielen Teilen besteht eine Einverständniserklärung?

Nein, nein, wir wissen schon: Es braucht Papier, auf dem was steht, das meist zu unterschreiben ist.

Diese drei Dinge implizieren jedenfalls sehen, spätestens beim Unterschreiben / Ausfüllen.

So ist das bei Jasmin immer und sehr oft auch bei Jakob.

Man kann die Tätigkeiten auch formulieren als Vorlesen, Ankreuzen auf Anweisung und Unterschriftenplatzpositionsanzeige.

Für die Inklusionsfreunde: Ja, diese Dinge könnte es auch digital geben. Könnte. Ist nicht, daher der oben beschriebene Weg. Zu geschehen hat die Einverständnis jedenfalls, weil Eltern(fürsorge)pflicht.

Am 6.3.2022 gibt es „Ganz schön normal, so ein Tag 5/X“

Um 25,58% teurer

Szenario: Die Familie geht einlaufen: Vier Kinder, zwei Elternteile.

Preis: Normalpreis: 21,50 Euro.

Wir bezahlen 27 Euro.

Diskriminierend? Nein, weil die Differenz der Eintrittspreis für die Assistentin ist.

Tja, da müsste man aber…

…nix tun und nur in der Steiermark wohnen, denn es sind typische Kosten, die zur Erbringung der Assistenz notwendig sind, wie sie sinngemäß und vollgleichberechtgt im Gesetz Niederschlag finden.

 Diskriminierend wäre es, wenn wir auf diesen nicht beeinflussbaren Gleichberechtigungs-Mehrkosten sitzen bleiben würden.

Am 27.2.2022 gibt es „Aus wie vielen Teilen besteht eine Einverständniserklärung?“

Wegen Erfahrung Assistenz

Szene: Bub braucht Jacke. Mutter bestellt diese online. Mit Assistenz.

Warum? Weil die Seite – möglicherweise – nicht barrierefrei ist.

Nein, wir holen nicht Assistenz, wenn es dann nicht barrierefrei ist, sondern sie ist bei neuen Seiten gleich dabei.

Spart Zeit und funktioniert gleich.

Dies werden wir so lange so handhaben, solange der Gesetzgeber das nicht ändert.

Am 20.2.2022 gibt es „Um 25,58% teurer“

Auto und Auto ergibt 50

Aufgabe: Sohn hat anhand von Bildern, die einen gewissen Wert darstellen, zu addieren.
Und Vater hat das zu kontrollieren.

Wie das läuft? Die Assistentin diktiert der Bilder, ich addiere im Kopf und gleiche dies mit des Sohnes Ergebnis – diktiert durch die Assistentin – ab.

Und wenn Fehler sind? Dann merke ich mir das und sage es dem Sohn.

Die Assistentin hätte doch…

…nichts machen können, was wider ihren Auftrag gewesen wäre.

Natürlich: Das „System Schule“ könnte im Sinne der hochgepriesenen Inklusion Material gleich barrierefrei anbieten. Dies würde jedoch voraussetzen, dass Inklusion irgendetwas mit der Alltagspraxis zu tun hätte.

Am 13.2.2022 gibt es „Wegen Erfahrung Assistenz“