Inklusion raus, Ehrlichkeit rein

Situation: Behinderten Menschen wird angeboten, dass man für sie etwas macht. Das funktioniert auch ein, zwei, drei Mal und dann wird darauf vielleicht vergessen.

Die Folge: Das ausgemachte Procedere funktioniert nicht (mehr), das vereinbarte Ziel wird nicht erreichbar.

„Kann passieren“ – werden sie zu Recht einwenden. Blöd  nur, wenn es um Kommunikation von Fristen, Terminen u. Ä. geht.

Dass wir für dieses „Scheitern“ größtes Verständnis haben, sagten wir bereits.

Wir haben mittlerweile begonnen, Beteilligten diese Helferangebote abzunehmen, indem wir einfach handeln, denn: Die Helfer fühlen sich dann sehr oft „ertappt“ beim „Nichthelfen“ und artikulieren dies mit beschwichtigenden Sätzen wie „Ach, dass ist nur…“, um die Notwendigkeit/Wichtigkeit von Information abzuschwächen – und diese Entscheidung würden wir gerne selbst treffen.

Merke: Kein Stress, wenn „Vereinbarungen“ nicht (mehr) funktionieren, weil sich z. B. Umstände wie zeitliche Verfügbarkeit geändert haben – Mund aufmachen und sagen reicht.

Was DAS mit Inklusion zu tun hat?
Wir beobachten sehr oft, dass diese, die Inklusion, einen „Druck des Helfens“ aufgebaut hat, der lettzlich zur oben genannten Schilderung führt. Konkret haben wir bereits berichtet, dass unter dem Deckmantel „Inklusion“ Zuständigkeit verundeutigt wird unter dem Hoffen, dass macht danns schon wer.

Am 15.12.2019 gibt es „Mit der Assistentin spielt man nicht“

 

Barrierefreiheit wäre langweilig

Nicht zu groß, wenige Leute, ebene Böden, keine Spielgeräte, auf die man nachklettern müsste und keine Dinge wie Bäume, hinter denen sich Kinder verstecken und gesucht werden wollen, wären einige der Anforderungen, die ein Spielplatz haben müsste, um für uns barrierefrei zu sein.

Gott sei Dank pfeift man jedoch genau auf diese Anforderungen, weil sie schlicht und ergreifend FÜR KINDER langweilig wären.

Kind-ge-Recht-er für nicht behindetd Kinder ist’s, dass Eltern- und Familienrecht auf Unterstützung umzusetzen, ja Inklusion zu verwirklichen: Die Kinder besuchen ganz normale Spielplätze – mit deren Eltern, solange sie dies noch wollen…;-) ELTERN organisieren sich die Hilfe, um die für sie notwendige Barrierefreiheit auf den möglicherweise nicht barrierefreien Spielplätzen herzustellen.

Am 8.12.2019 gibt es „Inklusion raus, Ehrlichkeit rein“

 

KW 22 und 21 2019 – eine Systemprobe

In der Kalenderwoche 21 des Jahres 2019 kam unsere zweite Tochter auf die Welt. Es war ein Donnerstag.

Dementsprechend habe ich, Jakob, mich in den darauffolgenden Tagen und der Woche um die Family (haupt)gekümmert.

Wie vermutlich bekannt, ist eine natürliche Geburt nicht (immer) sehr planbar. Zeitgleich ist DAS ein Zeitpunkt, an dem sich zeigt, was ein System nicht möglich macht – oder doch.

In unserem Fall hieß es, dass Dinge, die Jasmin im Alltag machte, nunmehr, aus gegebenen Anlass, ich machte UND somit auch der Assistenzbedarf SPONTAN sich veränderte– weil eben nicht sehr planbar. Sich Unterschiede wegen der unterschiedlichen Beeinträchtigungen sehr schnell zeigen: Neben der Dinge, die uns beide betreffen, wie etwa Postbearbeitung, Einkauf etc., gibt es Dinge, die nur mich betreffen, wie etwa Assistenz beim Ankleiden der Kinder.

Wer DAS nicht glaubt, folgendes Spiel:
1) Zeugen Sie ein Kind. Sollten Sie eine Frau sein,  lassen Sie sich ein solches zeugen.

2) Wenn das Kind auf der Welt ist, verändern Sie spontan Dienstpläne und Bedarfe.
Wenn Sie selbst Personal-, Anleitungs- und Finanzhoheit haben, werden Sie damit wenig(er) Problem haben. Haben Sie diese nicht, viel Spaß dabei.

Aber wäre da Hilfe nicht gerade hilfreich gewesen, in dieser Situation?

Definieren Sie Hilfe. Hilfe, die in dieser Situation jeder, behindert oder nicht, brauchen kann, definitiv, andere ist unnötige Umwege: Wenn ich SELBST sage/frage, wer/wann/was macht, kann ich mir das überlegen, WANN und WIE ich es brauche, andernfalls nicht.

UND – beachte: Es war ein Donnerstag. Ich bezweifle stark, dass ein derartiger „Bedarfswandel“ so schnell abbildbar gewesen wäre – für die bereits nächste Woche.

Am 1.12.2019 gibt es „Barrierefreiheit wäre langweilig“

Behinderte Eltern in der Steiermark – und was sagen die Landtagsparteien dazu?

Anlässlich der Landtagswahl 2019 in der Steiermark, in jener Region Österreichs, in der Jasmin und ich wohnen, haben wir Parteien schriftlich befragt, welche Meinung sie zu diesem Thema vertreten.

Dies ist insoweit eine Frage, die diese Ebene der Politik betrifft, da die Unterstützung von behinderten Menschen im Privatbereich ziemlich ausschließlich diese Ebene betrifft.

Für diese Fragestellung schrieben wir am 22.9.2019, also rund acht Wochen vor der Wahl, folgendes Mail:

          Sehr geehrte Damen und Herren,

wir, Mag. Jakob Putz und Mag. Jasmin Treffer, sind Eltern von vier Kindern.

Darüber hinaus haben wir beide Behinderungen: Ich, Jakob, bin sehbehindeter Spastiker, ich, Jasmin, bin blind.

Wir werden dank der „Erfindung“ des so genannten Persönlichen Budgets nach dem steiermärkischen Behindertengesetz sehr gut unterstützt.

„Einzig“ war jede lebenssituative und somit bedarfsmäßige Änderung eine große Diskussion, obschon es  ziemlich klar sein dürfte, dass das Alter der Kinder und die Anzahl der Kinder die elterliche Unterstützungsnotwendigkeit verändert – für alle Eltern, behindert oder nicht.

Und  genau diese Normalität dürfte noch nicht in alle politischen Fraktionen durchgedrungen sein.

Die entstandenen Problematiken haben wir hier ausführlich dokumentiert: https://familieallinclusive.wordpress.com/category/diskriminierungsbestrebungen/ (Gut?ACHTEN!!! – Folgen 1- 9

Wir würden von Ihnen gerne wissen,

  • ob Sie sich für den eingeschlagenen Weg der Inklusion und Flexibilisierung der Unterstützung behinderter Menschen einsetzen werden, auch, wenn dies einzementierte  Strukturen verändert?
  • ob Sie sich künftig dafür einsetzen werden, dass die Behörde die  Möglichkeit bekommt, auf schlüssige Gutachten zurückzugreifen?
  • ob Sie sich dafür einsetzen werden, dass die Vorschriftsmöglichkeiten für den Gutachterverein IHB durch das Land verbessert werden?
    Aktuell stellt sich die Lage so dar, dass der Verein unkontrolliert Gutachten verfasst, für die es keine Qualitätsstandards nachvollziehbarer Natur gibt, obschon rechtlich die Struktur von Gutachten sehr klar geregelt ist (vgl. https://widab.gerichts-sv.at/website2016/wp-content/uploads/2017/11/sach-2017-5-13-dworak.pdf).
  • ob Sie sich dafür einsetzen werden, dass die Qualifikationen der GutachterInnen offengelegt werden?
    Momentan reicht die Qualifikationspalette vom Psychologen bis zum Behindertenbetreuer, obschon beide in deren Ausbildungen nachweislich keine Information darüber erhalten, wie beispielsweise assistierende Technologie funktioniert.
  • ob Sie Verbesserungen, wie wir sie unter https://familieallinclusive.wordpress.com/2019/06/16/gutachten-teil-10/ vorschlagen, unterstützen?
  • ob Sie eine rechtliche Klarstellung im Behindertengesetz schaffen werden, dass behinderte Menschen ob eines bestimmten Lebensentwurfes nicht oder schlechter unterstützt werden, da dies eine unzulässige Diskriminierung darstellt?
    Anders ist nicht zu erklären, dass es offensichtlich einleuchtender ist, dass Menschen mit Behinderung Unterstützung z. B. in der Pflege, nicht bzw. nicht klarerweise jedoch in der Wahrnehmung und Wahrung elterlicher Pflichten und Rechte benötigen.

 

Wir würden uns über eine Antwort bis 03.11.2019 freuen, weil wir auf unserem Blog unter https://familieallinclusive.wordpress.com/ diese gerne veröffentlichen würden, um behinderten Eltern und sonstigen LeserInnen eine Wahlhilfe für die Landtagswahl 2019 unter diesem Aspekt zu bieten.

Danke und lG!
Mag. Jakob Putz und Mag. Jasmin Treffer

+ Kinder 😉

PS: Wir würden Sie bitten, in ihrer Antwort auf Beschwörungen hinsichtlich der UN-Behindertenrechtskonvention zu verzichten, da diese  mit einem Umsetzungsvorbehalt ausgestattet und somit individualrechtlich verzichtbar ist (vgl. https://broschuerenservice.sozialministerium.at/Home/Download?publicationId=278).
PPS: Bitte verweisen Sie nicht auf „Das sind halt die Gesetze, da kann Politik nichts tun.“, denn ihre Fraktion ist durch Gesetzes(mit)beschlüsse für diese Gesetze (mit)verantwortlich bzw. hat die Möglichkeit, geschilderten Problemen nachzugehen.

Die erste Antwort bekamen wir von der ÖVP, die aus unserer Sicht folgende Eckpunkte enthält:

  • Bedarfsgerechte Unterstützung ist wichtig
  • Selbstbestimmung und individuelle Lebensführung sollte möglich sein.
  • Die Tätigkeit des Vereins IHB wurde bereits in der Vergangenheit thematisiert und verbessert.

 

Nachdem wir vom Rest nichts gehört haben, erinnerten wir am 30.10.2019 „an uns“.

 

Die Grünen sagen aus unserer Sicht zusammenfassend:

  • Die Anliegen von behinderten Menschen sind ihnen wichtig.
  • Diskriminierungen bestehen nach wie vor, die es zu überwinden gilt.
  • Inklusion ist wichtig und richtig.
  • Die Qualität der Gutachter hat mit dem „eigenen Tellerrand“ zu tun.
  • Die Offenlegung der Gutachter-Qualifikation müsste datenschutzrechtlich überprüft werden
  • Die Hinzuziehung von Betroffenen finden sie wichtig.

Die FPÖ meint zusammenfassend:

  • Flexibilität ist der Schlüssel
  • Selbbstbestimmung und Individualität ist wichtig.
  • Der Verein IHB hat nach der Landtagswahl Thema zu sein.

Die KPÖ sagte zusammenfassend:

  • Die Einsparungen der letzten Jahre hat nicht unbedingt zu Verbesserungen beigetragen.
  • Inklusion ist ihnen wichtig

Die SPÖ sagte zusammenfassend:

  • Viele Daten und Fakten generell aus dem Bereich (Ausbau von) Kinderbetreuung
  • Über weite Teile ist man nicht auf unsere Anfrage eingegangen – man schreibt viel über Kinderbetreuung und behinderte Kinder.
  • Dennoch weißen sie zu Recht auf die Vorreiter-Rolle der Steiermark in diesem Bereich eben durch das Persönliche Budget hin.

 

Unsere subjektiven Wahrnehmungen dazu:

  • Dass der Großteil der Parteien eine Erinnerung brauchte, ist – gelinde gesagt – seltsam.
  • Die bereits geschehenen Verbesserungen im Verein IHB kamen bei uns, den Betroffenen, noch nicht an. Provokativ könnte man auch fragen: Wie „gut“ war die Qualität vor den besagten Verbesserungen?
  • Positiv ist, dass man unserem Wunsch des Nichtbezugs auf die UN-Konvention nachgekommen ist.
  • Die Offenlegung der Gutachterqualifikationen mit Datenschutzrecht „gegenzuargumentieren“ ist gelinde gesagt verwunderlich, vor dem Hintergrund, dass es genau diese Grenzen dem Betroffenen gegenüber nicht gibt.
  • Bemerkenswert auch, dass keine der Parteien die Perspektiven wie Familienautonomie, Schutz von Familien- und Privatleben und weitere Rechtsgebiete ins Treffen geführt hat, da diese – wie wir bereits ausführlich darstellten – positiv formuliert – vom Verein IHB unsanft gestoßen wurden.

Am 24.11.2019 gibt es „KW 22 und 21 2019 – eine Systemprobe“

Ein Kind an der Zahl ist andere Anzahl

Wir haben schon einmal darüber geschrieben, wie Unterstützungsbedarf mit Kinderanzahl zusammenhängt.

Am 26.8.2019 lieferte unser ältester Sohn (ungewollt) die Antwort, warum das so ist- am Beispiel Spielplatz:

Sohn: Geht heute die Assistentin auf den Spielplatz mit?

Wir: Ja, wie immer.

Sohn: Wie, wie immer? Das stimmt ja nicht!

Wir: Wie?

Sohn: Als ich noch ganz klein war, war sie oft nicht dabei. {Pause} Ach, da war ich ja noch alleine und viel kleiner.

Wir denken, wenn der Achtjährige den Unterschied in unserer, der elterlichen,
Unterstützungsnotwendigkeit zwischen Ein- und Mehrkindsetting UND Alter am Beispiel Spielplatz versteht, dürfte es ziemlich klar sein – auch und gerade für den Erwachsenen.

Am 17.11.2019 gibt es „Behinderte Eltern in der Steiermark – und was sagen die Landtagsparteien dazu?“

Assistentinnen als Onkel und Tanten

Dass wir Assistentinnen nicht als Personen sehen, durch die sich eine Großfamilie ergibt, haben wir bereits getextet.

Zudem haben wir es – entgegen dieser Sichtweise – es NIE so gehandhabt, die Assistentinnen „kindgerecht“ „umzubenennen“. Will heissen, wir haben sie gegenüber den Kindern nie als Onkel, Tanten usw. bezeichnet, WEIL – nehmen wir den Worst Case an – eine Assistentin (wird) (ge)kündigt: Eine Tante, die von heute auf morgen spurlos verschwindet? Dieses Szenario an sich wäre schlimm genug, daher sind wir der Meinung, dass solche Ereignisse „dem echten Leben vorbehalten“ sein müssen.

Und wie nennt ihr sie nun?
Beim Namen – that’s it.

Nicht zuletzt deshalb, weil sie NIE Teil der ganzen Familie sind, sondern eine Hilfestellung für die Eltern, mit der unter Umständen die Kinder zu tun haben, dass die Eltern mit den Kindern das ausführen können, was angesagt ist, obwohl sie, die Eltern, behindert sind.

Am 10.11.2019 gibt es „Ein Kind an der Zahl ist andere Anzahl“

Was DARF man Kindern bieten?

Zugegeben, eine ziemlich seltsame Frage, denn: Bei den „Normalen“ hängt das von Faktoren wie Zeit, finanzielle Mittel und, und, und ab.

Auch so bei behinderten Eltern? Definitiv nein, weil es viel zu viel Einfluss- und Diskriminierungsbestrebungen gibt: Gutachter- und Behördenmeinungen, die dies versuchen, festzulegen – unabhängig von Zeit und Geld, der Einmischungsgrund kommt durch die Behinderung zustande.

Die Lösung für dieses Problem zeigt das (Verfassungs)Recht auf: Einmischen in Familienleben, Privatleben, Obsorge und Erziehung  muss sehr, sehr gut begründet sein – auch bei den Behinderten.

Praktisch birgt dieses Thema noch einen Aspekt: Die gelernte Selbstbeschränkung aus der eigenen Kindheit als behindeter Mensch: Man ist gewöhnt, dass „nicht alles geht“.

Dies auf die eigenen Kinder nicht zu übertragen, ist schwer, aber notwendig. Und möglich: Man orientiert sich am Kind und (s)einer nichtbehindeter Umgebung.

Am 3.11.2019 gibt es „Assistentinnen als Onkel und Tanten“

 

Mit Sicherheit nicht behindert

Würden wir sagen: „Wir verwenden einen Sicherheitsrucksack, an dessen Schnur wir die Kinder zusätzlich führen.“, würden sehr wahrscheinlich viele sagen: Klar, dass ist leichter und sicherer für euch.

Dass das kompletter Schwachsinn und sehr behindert ist, wissen wir spätestens seit 5. Oktober 2019, wo eine Mutter auf Facebook berichtete, wegen genau dieses Rucksacks (blöd) angesprochen worden zu sein.
Pikantes Detail am Rande: Sie berichtete davon anonym, d. h. über eine Gruppenadministratorin.

Wir vermuten, besagte Mutter ist nicht behindert, verwendet ihn trotzdem.

Hm, stimmt das Ist-so-leichter-und-besser-für-euch-Gequatsche etwa nicht? Kann doch nicht sein, ist doch Mehrheitsmeinung.

ODER – provokativ – könnte man es auch umdrehen: Jene, die einen derartigen Sicherheitsrucksack nicht verwenden, sind fahrlässig? Die Zahlen würden dies vermutlich untermalen.

In der Diskussion dieses  Beitrags auch noch interessant: Sehr viele argumentieren gegen dieses Hilfsmittel mit ästhetischen Argumenten. Ob DAS bei einer möglichen Unfallanalyse noch zählt dann, ist fraglich.
Der Grund für die Bedenken ist mit großer Wahrscheinlichkeit die Assozation Hundeleine oder Abbildungen wie diese.

Praktisch führen wir das Kind – wie jeder andere auch – an der Hand, zusätzlich sind der Rucksack und die Führhand mit einer Schnur verbunden – that’s it.

Am 27.10.2019 gibt es „Was DARF man Kindern bieten?

 

Kann man sich „in unsere Lage hineinversetzen“?

Definiert als „sich versetzen, hineindenken“ ist es eine schwierige Frage: Geht man von einem Peer-Ansatz aus, müssten Sie zumindest (gleiche) Behinderungen haben, Eltern sein, KindER haben, kein Auto haben und, und, und – mit einem Wort: so sein wie wir.

Da dies eher schwierig ist, hat das Hineinversetzen ziemlich bald mal Grenzen, wenngleich es bis zu einem gewissen Grad möglich sein wird.

Das geht natürlich nicht nur Ihnen so, sondern auch uns: Wir können uns hineinversetzen, dass zwischen einem Kind und Kindern ein Unterschied ist. Weiters können wir uns hineinversetzen, wie das Leben ohne (fixes) Auto ist – in der Stadt lebend. Bereits am Land lebend mit genanntem Setting ist es mit dem Hineinversetzen eher vorbei.

Und so sollte es auch Ihnen gehen, wenn Sie sich das nächste Mal in „unsere Lage hineinversetzen“ (versuchen).

Am 20.10.2019 gibt es „Mit Sicherheit nicht behindert“

Inklusion(skampf) als Beschäftigungstherapie

Wir haben schon einmal über das so genannte Postheft berichtet und wie wir es (nicht) gelöst haben.

Einen Aspekt haben wir darin jedoch vergessen. Jenen Aspekt, der eher der Alltag ist: Jene Informationen, die nicht direkt von der Lehrerin kommen und somit nicht digital vorhanden sind – für niemanden.

Man denke dabei an Informationen wie Elternverein, Milchgeld,und, und, und….

Klar, wäre uns langweilig und würden Inklusion seeeehr ernst nehmen, könnten wir jeden einzelnen Zettel (digital) nachrennen.

Wir sind überzeugt: Den Großteil bekämen wir auch digital – ob  barrierefrei oder nicht, bleibt offen. Die  Zeit, die das jedoch kostet, zahlt uns keiner und  stehlen wir letzten Endes unseren Kindern.

Hervorragend eignen würde sich dieses inklusionskämpferische Dasein auch als Beschäftigungstherapie, keine Frage.

Am 13.10.2019 gibt es „Kann man sich „in unsere Lage hineinversetzen“?“