So, heute schreibe ich, Jakob, mal alleine…;-)

Nämlich es geht um die Frage, warum man eigentlich zwei Hände braucht?

Eines vorweg, diese Frage kann ich nicht beantworten. Ich vermute sogar, dass von der Natur vorgesehen war, nur eine zu verwenden und sozusagen als Reserve die zweite „aufzubewahren“…;-)

Warum das hier Thema ist

Weil das – für mich – DAS Thema gerade am Anfang war. Wickeln, füttern, baden u. v. m. – eigentlich alles Zwei-Hand-Tätigkeiten, oder?

Beim ersten Nachdenken sicher, beim zweiten Nachdenken vielleicht auch noch – und beim dritten Mal? Wahrscheinlich auch noch…;-)

Ändern nix an der Tatsache, dass es trotzdem nur eine, voll funktionstüchtige Hand gibt, Kind gewickelt, gefüttert, gebadet u. v. m. werden will, ja sogar muss.

Da ich in einer Region lebe, in der es viele Beratungsstellen gibt, dachte ich mir: Kein Problem, ich frage einfach nach.
Doch außer Bewunderung und Ideen, wie mein Geld den Besitzer wechseln könnte durch diverse Unterstützungsangebote, kam nicht wirklich etwas Hilfreiches.

Bis ich eines Tages auf die Seite der Behinderten Eltern stieß, die auch Hilfsmittelideen lieferten: http://www.behinderte-eltern.de/Papoo_CMS/index.php?menuid=53&getlang=de

Z. B. baute eine kreative Freundin von mir die Version 2.0 des Aufhebegurtes, meine Mutter einen Art „Aufheberucksack“, um das Kind vom Boden zu heben, mein Vater erhöhte den Stubenwagen auf eine Höhe, die es mir ermöglichte, den Sohnemann herauszuheben auf Höhe meines Bauches.

Bleibt noch das Wickeln: Nuuuuuuuuun, das hängt vom Ausscheidungsgrad des Kindes ab. Da weder Kind, noch dessen Körper diesbezüglich sehr verhandlungsbereit waren, blieb nichts Anderes, als zu unterscheiden zwischen „Normal-“ und „Notfallssituation“: Erstere schaffte ich selbst, indem ich ausschließlich auf unserem breiten Bett wickle, wo genug Platz ist, das Kind hin und her zu drehen, bis es erledigt (nicht das Kind, sondern das Wickeln;-)) ist, ohne dabei Gefahr zu laufen, dass das Kind hinunterfällt. Und als Zugabe und Ablenkung gab es verschiedene italienische Gesänge durch mich, die stets von ohrenberaubendem Wickel-Applaus begleitet wurden. Zweitere Situation wurde mit Hilfe einer Betreuerin, äh Assistentin erledigt…;-)

Und nun die Fragen aller Fragen: Wie oft ist das Kind hinuntergefallen?
Exakt 0,00 Mal…

PS: Am 30.11.2016 gibt’s das F wie Fernsehen…