Gleiche Woche – anderes Jahr

Nachfolgend vergleichen wir die Wochen beginnend mit 19.8.2018 und jene beginnend mit 18.8.2019.

Warum wir das tun? Weil es eine Woche ist, in der ich, Jasmin, mit den Kindern jeweils alleine zu Hause war UND Jakob keine Assistenz benötigte.

Das Ergebnis: Ich brauchte um rund  55% mehr Assistenz in diesem Zeitraum.

Warum das so ist?
Dafür gibt es u. A. folgende vermutete und reale Gründe:

  • Ich musste überall hin die Kinder mitnehmen.
  • Weil die Kinder überall mit und dabei waren, dauerte auch die Tätigkeit, bei der ich mich unterstützen lies, länger.
  • Und – last, but not laest, hatte ich 2019 eine Tochter, die erst einige Wochen alt war und so einige Tätigkeiten nicht in der üblichen Schnelligkeit gingen, weil sie z. B. durch Stillen pausiert wurden.

Fazit: In der Praxis ist ein Parallel- und nicht ein Synegiearbeiten deutlich billiger offensichtlich.

Am 17.10.2021 gib es „Ganz schön normal, so ein Tag IX“

Ganz schön normal, so ein Tag VIII

Es war Ende September.

Wir besuchten jemanden nach Arbeit, Kindergarten, Schule und Kinderbetreuung.

Praktisch holte ich, Jakob, nach der Arbeit die beiden Töchter ab, mit denen ich mit dem Bus zum Besuch fuhr.

Am frühen Nachmittag hörte Jasmin zu arbeiten auf, traf sich mit der Assistentin, erledigte noch ein wenig Alltag wie einkaufen und Post, bevor sie mit dem Rest der Familie mit dem Auto – gelenkt von der Assistentin – nachkam.

Warum das hier steht?
Um zu zeigen, wie spannunngsbefreit-alltäglich wir leben – mit und ohne Assistenz.

Am 10.10.2021 gibt es „Gleiche Woche – anderes Jahr“

Ganz schön normal, so ein Tag VII

Es war der 10.9.2021.

Ich, Jakob, holte einen PIN-Code ab – begleitet von der jüngsten Tochter.

Jasmin kochte währenddessen, beschriftete danach die Dinge für Schule und Kindergarten mit Hilfe der Assistentin und bestellte Kinokarten – mit Hilfe der Assistentin in der nicht barrierefreien App.

Nach dem Essen rasteten wir, bevor ich, Jakob, mit der jüngsten Tochter gemeinsam Schlüssel abholte und Jasmin mit dem Rest der Kinder Kino ging.

Warum das hier steht?
Um zu zeigen, wie spannunngsbefreit-alltäglich wir leben – mit und ohne Assistenz.

Am 3.10.2021 gibt es „Ganz schön normal, so ein Tag VIII“

Ganz schön normal, so ein Tag VI

Jakob und Jasmin gingen arbeiten, drei der vier Kinder waren in der Kinderbetreuung, der ältere blieb zu Hause.

Es war ein Augustfreitag.

Als wir, Jasmin und Jakob, mit den drei Kinern nach Hause kamen, aßen wir die Suppe, die der Sohn inzwischen gekocht hat.

Um 15:00 holten wir einen Tisch. Dabei hatten wir beim Transport mit dem Auto einen kleinen Unfall – ein Grund, warum wir es so handhab(t)en.

Dann kamen wir nach Hause und stellten den Tisch auf, kauften mit der Assistentin ein paar Sachen ein, bevor diese wieder nach Hause ging, wir abendaßen und schließlich schlafen gingen.

Warum das hier steht?
Um zu zeigen, wie spannunngsbefreit-alltäglich wir leben – mit und ohne Assistenz.

Am 26.9.21 gibt es “Ganz schön normal, so ein Tag VII“

Fünf Jahre http://barrierefreie-familie.com/

Heute vor fünf Jahren ging der erste Artikel online, ihm sollten weitere 276 folgen.

Seither berichteten wir viel über jenen Teil, der am naheliegendsten ist: dem Alltag. Einem Alltag, der nicht wirklich andere Ziele, jedoch oft andere Wege hat und braucht.

Der Weg zur freien Alltagsgestaltung, wie dies eigentlich rechtlich außer Streit steht, war nicht immer so klar, wir lernten, dass der Alltag nicht nur Freunde hat.

Weil uns von Beginn an klar war, dass es ohne strukturierte Unterstützung nicht gehen wird, haben wir stets versucht, die Rolle dieser Unterstützungsstruktur bestmöglich zu beschreiben – anhand von – erraten – Alltag.

Da über Behinderung und Sprache viel gesprochen wird, haben wir diesem Thema auch eine Rubrik gewidmet, wo wir mögliche „behinderte Interpretationen“ mit gängigen Definitionen verglichen.

Eine weitere Rubrik haben wir unwissenden Politikern im Bereich „Eltern mit Behinderung“ gewidmet, dessen unumstrittene Führerschaft der Ex-Soziallandesrat von Oberösterreich, Josef Akerl, hat. Dabei zeigen wir relativ unsystematisch Unfälle mit (Kinder(n))Beteiligung auf, wovon keiner dieser darauf zurückzuführen wäre, dass die Eltern behindert sind.

Unser bisheriges Fazit?
Wir können nach diesen fünf Jahren eines klar sagen: Wenn ein Grund(selbst)verständnis für eine Thematik da ist, ist sie verständlicher. Will heissen: Weil jeder einmal Kind war, ist ein Grundverständnis für Kinder und deren Bedürfnisse da. Dies ist wesentlich, weil es dann relativ einfach ist, mit Vergleichen zu arbeiten. Es ist nicht die Hauptfrage „WIE tut ihr da?“, sondern „Was braucht ihr, um z. B. auf den Spielplatz gehen zu können“.
Am meisten Diskussionen rufen wir unter Betroffenen hervor. Dies hauptsächlich jedoch durch die Art und Weise, wie und dass wir Assistenz einsetzen. Dabei finden wir das DASS ziemlich verwunderlich: Blind oder sehbehindert Auto fahren geht nicht, daher braucht es dafür eine Lösung, eine Lösung, die nicht darin besteht, es nicht zu tun. Mit anderen Worten: Ausschließlich von den eigenen Möglichkeiten auszugehen, stellt letztlich eine Vererbung der Behinderung aufs nicht behinderte Kind dar – eine Sichtweise, die auch in diesem Urteil relativ klar rauskommt.
Meinung ist bekanntlich frei – und das ist auch gut so, eines zum Nachdenken: Ist es intelligenter, sich im Vorhinein mögliche Szenarien durchzudenken oder im Nachhinein oder gar nicht? Eine mögliche Hilfe kann diese Rubrik sein, die einerseits Alltag wiedergibt, und auch das DASS und WIE des Unterstützungsbedarfs in Praxis „übersetzt“: Sollte das zu sehr ihrem eigenen Leben gleichen, einerseits SORRY für die Normalität, andererseits GRATULATION zum Gleichberechtigungsverständnis.

Dass wir nicht allzu falsch liegen dürften, hat uns spätestens die Corona-Krise gezeigt: Vorausdenken war spätestens JETZT ALLES.

Und der beliebteste Beitrag?
Das war

Und wie geht es weiter?
Viel mit Alltag, weiterhin keine Trauersensationsartikel.

Abschließend das Wichtigste: DANKE fürs Lesen und Diskutieren – hält jung und bietet uns die Möglichkeit, auch (Lösungs)Wege zu hinterfragen.

Am 19.9.2021 gibt es „Ganz schön normal, so ein Tag VI“

Ganz schön normal, so ein Tag V

Es war der 29. August.

Jasmin hatte Geburtstag.

Ich, Jakob, habe am Vortag bereits Brötchen zum Frühstück besorgt, die wir am 29. August am Morgen aßen.

Dann holte ich, Jakob, Milch, während Jasmin gemeinsam mit Besuch kochte.

Nach dem Mittagessen aßen wir Torte.

Dann taten wir … nichts.

Am Nachmittag kamen die beiden Buben vom Besuch – mit dem Zug – nach Hause.

Um 18:00 kam die Assistentin und assistierte bei diversen Dingen wie Wäsche aufhängen für Jakob, Post vorlesen für Jasmin,…

Danach gingen wir Abendessen und anschließend zeitnah schlafen.

Warum das hier steht?
Um zu zeigen, wie spannunngsbefreit-alltäglich wir leben – mit und ohne Assistenz.

Am 16.9.2021 gibt es „Fünf Jahre http://barrierefreie-familie.com/“

Ganz schön normal, so ein Tag IV

Es war im August.

Jasmin lies sich von der Assistentin die Schulbedarfslisten für die Buben vorlesen, ging anschließend – inklusive der Kinder und der Assistentin – Schulsachen shoppen, während Jakob im Garten arbeitete-

Dann aßen wir.

Am Nachmittag gingen wir in den Garten, bevor wir Abendessen zubereiteten und aßen und anschließend schlafen gingen, Jasmin den Kindern Geschichten vorlas, die sich die Kinder ausgesucht haben.

Warum das hier steht?
Um zu zeigen, wie spannunngsbefreit-alltäglich wir leben – mit und ohne Assistenz.

Am 12.9.2021 gibt es“Ganz schön normal, so ein Tag V“

Ganz schön normal, so ein Tag III

Es war im August: Jasmin hatte Urlaub, drei unserer vier Kinder waren auswärts.

Daher standen nur wir, die jüngste Tochter und wir beide auf am Morgen.

Jakob ging arbeiten. Jasmin kochte und kümmerte sich um die Tochter.

Nach der Arbeit habe ich, Jakob, Milch geholt.

Danach habe ich, Jakob, mich um die Tochter gekümmert, während die Jasmin die drei Kinder holte – mit dem durch die Assistentin gelenkten Auto.

Danach gingen wir mit der Assistentin noch einkaufen und ließen den Tag ausklingen.

Warum das hier steht?
Um zu zeigen, wie spannunngsbefreit-alltäglich wir leben – mit und ohne Assistenz.

Am 5.9.2021 gibt es „Ganz schön normal, so ein Tag IV“

Der Schlüssel zum Schlüssel

Oder: Die Kinder leisten Assistenz

Es war im Juli als ich, Jakob, bei der Hausverwaltung einen Wohnungsschlüssel nachbestellte.

Die Hausverwaltung wollte zu diesem Zweck die Schlüsselnummer.

Was ich tat: Der Sohn diktierte mir diese.

Wolltet ihr nicht die Kinder verschonen?
Ja, natürlich, nur ist dies eine Miniminileistung, die aus unserer Sicht in „natürliche Beistandspflicht“ fällt.
Die Grenze zu dieser: Wenn diese Tätigkeit täglich, zur gleichen Zeit viel Zeit unserer Kinder in Anspruch nehmen würde.

Am 29.8.2021 gibt es „Ganz schön normal, so ein Tag III“

Ganz schön normal, so ein Tag II

Es war im Juli, ein Sonntag.

Wir sind aufgestanden. Frisch ausgeschlafen, weil die Nacht auch ziemlich angenehm kühl war.

Dann haben wir frühgestückt – Kaffee und Butterbrot gab es.

Um 10:30 habe ich, Jakob, mich mit einem Mietauto, das die Assistentin lenkte, auf den Weg gemacht, um den Sohn von einer Übernachtung zu holen.

Um 14:00 aßen wir dann gemeinsam.

Dann rasteten wir ein wenig, den Rest des Nachmittags verbrachten wir entspannend.

Um 20:00 gingen die Kinder schlafen, wir kurz darauf.

Warum das hier steht?
Um zu zeigen, wie spannunngsbefreit-alltäglich wir leben – mit und ohne Assistenz.

Am 22.8.2021 gibt es „Der Schlüssel zum Schlüssel“