1 + 1 = 2 – 1/X

Da – nicht nur bei uns – das Gefühl entsteht, dass „bei den Behinderten“ alles anders ist, werden wir hier Textaufgaben mit deren – gesellschaftlich anerkannten – Antworten geben – als Beitrag, dass das „bei den Behinderten“ oder „für die Behinderten“ nicht anders ist

Aufgabe 1: Es sind sechs Personen, die sich mit dem Auto bewegen wollen. Wie viele Autos brauchen diese? ANTWORT: Wenn sie Autos mit 5 Sitzen haben, brauchen sie zwei Autos.

Am 5.12.2021 gibt es „1 + 1 = 2 – 2/X“

Hilfsmittel sind Hilfsmittel – aber auch nicht mehr

„Mittel zur Arbeitserleichterung oder zur Erreichung eines bestimmten Zweckes“ – ist eine gefundene Definition.

Erleichtern – darüber lässt sich sicher streiten, „entkomplizieren“ trifft’s wohl eher: Durch OCR-Software erspart man sich jemanden, der etwas vorlesen oder abtippen muss – unter Umständen.

Zeitgleich haben die Hilfsmittel – wie es das Wort schon sagt – als Hilfsmittel auch entsprechende Grenzen – nicht nur, was sie können, sondern auch, wann sie (nicht) einsetzbar sind.

In der Praxis: Lesen auf der Braillezeile – super Sache. Lesen auf der Braillezeile mit dem Fläschchen-trinkenden Kind – nuuuuun, das könnte gefährlich werden für’s Hilfsmittel.

Weiteres Beispiel: Farbkennung – mit Handy oder sonst wie: Gute Sache, wenn die Bedingungen (für das Hilfsmittel) passen – ob ich damit unseren Kindern 100%ige Farbenlehre bieten kann, sei dahingestellt.

Was wir damit sagen wollen?
Hilfsmittel – im technischen Sinne – werden ohne dem Hilfsmittel Mensch nicht auskommen, weil spätestens am Spielplatz ist’s mit technischen Hilfsmitteln vorbei.

Am 28.11.2021 gibt es „1 + 1 = 2 – 1/X“

Das Kind als Personalchef

Das Kennenlernen mit einer neuen Assistentin war (für uns) immer spannend, weil wir nicht wussten und wissen, wie das Kind reagieren, die Assistentin inter-agieren wird.

Das kam zu diesem Einsatz auch noch hinzu: Die jüngere Tochter wollte am Beginn so gar nicht, dass die Assistentin ihr die Jacke anzieht, um was ich, Jakob, sie zuvor gebeten habe – also tat es Jasmin.

Jedoch kurze Zeit später, bereits beim Ausziehen der Jacke vor dem Sushiessen ging’s plötzlich problemlos.

So, wie wir das beschrieben haben, läuft die gegenseitige Eingewöhnung meist und problemlos.

Am 21.11.2021 gib es „Hilfsmittel sind Hilfsmittel – aber auch nicht mehr“

Train on the…Buschenschank oder Sushi

Train on the job“ ist nichts Neues.

Dass das (bei uns) für Assistenz gilt, am heutigen 23.10.2021 als Beispiel: Ausgemacht war, dass wir in den Buschenschank fahren – aufgrund des kaputten Mietwagens war das nicht möglich.

Daher gingen wir Sushi essen, anschließend noch ein bisschen Einkaufen und nicht barrierefreie Unterlagen ausfüllen.

Weil – wie dieses Beispiel zeigt – Vorhersehbarkeit so eine Sache ist, geben wir den Assistentinnen kein „Programm“ im Vorhinein bekannt – von Freizeit bis Alltag – wie bei den anderen auch – alles möglich.

Am 07.11.2021 gibt es „Ganz schön normal, so ein Tag IX“

Aus wie vielen Teilen besteht eine Schulauswahl?

Sie finden die Frage seltsam? Wir erleuchten Sie gerne.

Also:

  1. Man nehme ein Kind.
  2. Bring das erfolgreich durch die Volksschule.
  3. Beginnt in der vierten Klasse langsam aber sicher, die weiterführende Schule zu wählen.
  4. Für Schritt 3)
    1. Schaut man sich Websites an.
    2. Liest sonstiges Info-Material.
    3. Sucht nach Erfahrungsberichten.
    4. Hört sich um.
    5. Besucht Tag der offenen Türe oder Messen
    6. Meldet sich an.

OK, das verstehe ich schon, aber was soll das bedeuten?

Angelehnt an Punkt 4) lässt sich übersetzen:

  • 4-1 = Unterstützung der Eltern, wenn die Sites nicht barrierefrei sind.
  • 4-2 = Unterstützung der Eltern, wenn die Info nicht barrierefrei sind.
  • 4-5 = Begleitung der Eltern, weil sie zu diesem Zeitpunkt örtlich noch nicht wissen, wo die Schule, Mobilitätstraining sinnlos, weil ev. d. Weg nur einmal gebraucht wird.
  • 4-6= Unterstützung der Eltern, weil die (Papier)Unterlagen garantiert nicht barrierefrei sind.

Am 31.10.2021 gibt es „Train on the…Buschenschank oder Sushi“

Ganz schön normal, so ein Tag IX

Es war ein Septembersamstag.

Jakob brachte – mit Auto – die Buben zu einer Veranstaltung, um im Anschluss bei Ikea & Co einzukaufen, während Jasmin Einkauf, Haushalt & Co machte und am Nachmittag die Buben wieder holte – mit dem öffentlich Verkehr

Warum das hier steht?
Um zu zeigen, wie spannunngsbefreit-alltäglich wir leben – mit und ohne Assistenz.

Am 24.10.2021 gibt es „Aus wie vielen Teilen besteht eine Schulauswahl?“

Gleiche Woche – anderes Jahr

Nachfolgend vergleichen wir die Wochen beginnend mit 19.8.2018 und jene beginnend mit 18.8.2019.

Warum wir das tun? Weil es eine Woche ist, in der ich, Jasmin, mit den Kindern jeweils alleine zu Hause war UND Jakob keine Assistenz benötigte.

Das Ergebnis: Ich brauchte um rund  55% mehr Assistenz in diesem Zeitraum.

Warum das so ist?
Dafür gibt es u. A. folgende vermutete und reale Gründe:

  • Ich musste überall hin die Kinder mitnehmen.
  • Weil die Kinder überall mit und dabei waren, dauerte auch die Tätigkeit, bei der ich mich unterstützen lies, länger.
  • Und – last, but not laest, hatte ich 2019 eine Tochter, die erst einige Wochen alt war und so einige Tätigkeiten nicht in der üblichen Schnelligkeit gingen, weil sie z. B. durch Stillen pausiert wurden.

Fazit: In der Praxis ist ein Parallel- und nicht ein Synegiearbeiten deutlich billiger offensichtlich.

Am 17.10.2021 gib es „Ganz schön normal, so ein Tag IX“

Ganz schön normal, so ein Tag VIII

Es war Ende September.

Wir besuchten jemanden nach Arbeit, Kindergarten, Schule und Kinderbetreuung.

Praktisch holte ich, Jakob, nach der Arbeit die beiden Töchter ab, mit denen ich mit dem Bus zum Besuch fuhr.

Am frühen Nachmittag hörte Jasmin zu arbeiten auf, traf sich mit der Assistentin, erledigte noch ein wenig Alltag wie einkaufen und Post, bevor sie mit dem Rest der Familie mit dem Auto – gelenkt von der Assistentin – nachkam.

Warum das hier steht?
Um zu zeigen, wie spannunngsbefreit-alltäglich wir leben – mit und ohne Assistenz.

Am 10.10.2021 gibt es „Gleiche Woche – anderes Jahr“

Ganz schön normal, so ein Tag VII

Es war der 10.9.2021.

Ich, Jakob, holte einen PIN-Code ab – begleitet von der jüngsten Tochter.

Jasmin kochte währenddessen, beschriftete danach die Dinge für Schule und Kindergarten mit Hilfe der Assistentin und bestellte Kinokarten – mit Hilfe der Assistentin in der nicht barrierefreien App.

Nach dem Essen rasteten wir, bevor ich, Jakob, mit der jüngsten Tochter gemeinsam Schlüssel abholte und Jasmin mit dem Rest der Kinder Kino ging.

Warum das hier steht?
Um zu zeigen, wie spannunngsbefreit-alltäglich wir leben – mit und ohne Assistenz.

Am 3.10.2021 gibt es „Ganz schön normal, so ein Tag VIII“