Ganz schön normal, so ein Tag X

Es war der 13.1.2022: Jasmin ging arbeiten, nahm die ältere Tochter in den Kindergarten mit.

Jakob brachte die andere Tochter in die Kinderbetreuung, bevor er mit dem jüngeren Sohn Eislaufen ging.

Danach aßen wir zu Mittag, bevor Jakob an einer Online-Veranstaltung teilnahm und im Anschluss Physiotherapie ging.

Währenddessen hat Jasmin Haushalt und Alltag gemacht – teils mit, teils ohne Assistenz.

Warum das hier steht?
Um zu zeigen, wie spannunngsbefreit-alltäglich wir leben – mit und ohne Assistenz.

Am 23.1.2022 gibt es „Wozu seit ihr denn da dabei?“

1 + 1 = 2 – 3/X

Vergangene Woche haben wir Weihnachten in seine Einzelteile zerlegt.

Und das schauen uns jetzt rechtlicher am Beispiel Geschenke kaufen, ein- und auspacken.

Was passiert da eigentlich?

  1. Man geht in ein Geschäft oder bestellt es online.
    In anderen Worten: Man geht wo hin oder sitzt vor dem Computer und macht es online (teils barrierefrei, teils nicht).
  2. Selbiges natürlich für Geschenke ein- und auspacken.

Dieser sehr alltägliche Prozess lässt sich auch ins steiermärkische Behindertengesetz übersetzen. Dort heisst das dann im Bereich „Haushalt“ einfach „Hilfe bei der Kommunikation, andere Hilfs- und Unterstützungsleistungen (auch bei unvorhergesehenem Bedarf)“ und „(Um-)Gestalten des Wohnraumes, Einkaufen von „kleineren“/„größeren“ Dingen, Kochen, Reparaturarbeiten“.

SO einfach ist das. Dass das nicht einmal bezahlte GutachterInnen verstehen (wollen), wirft die Frage auf: Wie tun diese bei diesen Tätigkeiten? Sollten sie komplett anders tun, stellt sich noch die Frage nach dem Herkunftsplaneten…

Abschließend zum besseren Verständnis: Nicht barrierefreie Internetauftritte verhindert Kommunikation.

Am 16.1.2022 gibt es „Ganz schön normal, so ein Tag X“

Aus wie vielen Teilen besteht Weihnachten?

Die – zugegeben – sinnlose Frage sollte man sich stellen, wenn man Gleichberechtigung anlassbezogen verstehen möchte:

  1. Es werden Geschenke gesucht – on- und offline.
  2. ES werden Geschenke gekauft – on- und offline.
  3. Es wird ein Baum ausgewählt und geholt.
  4. Es wird ein Baum geschmückt.
  5. An DEM Tag werden Texte vorgelesen und Karten geschrieben.
  6. Es wird der Baum abgeschmückt und entsorgt.

SO oder ähnlich ist das.

Warum das hier steht?
Weil jeder Leser sich jetzt überlegen kann, wieviel Informations-, Mobilitäts-, Kommunikationsbedarf oder sonstiger Bedarf dahintersteckt – und dann auch Unterstützungsbedarf (besser) versteht.
Wenn nicht, DANN wissen Sie wenigstens, was Sie im neuen Jahr jedenfalls zu tun haben – oder Sie schauen nächste Woche wieder vorbei.

ALLES GUTE und Gesundheit für 2022!

Am 9.1.2022 gibt es „1 + 1 = 2 – 3/X“

Barrieren sind einfach

Bevor die weiteren Ausführungen Sinn machen, ist es notwendig, die Bedeutung und Position von „einfach“ zu betrachten: „Einfach“ steht hier – entgegen der Duden-Definitionen – als „selbstverständlich“ bis „ohne sie geht es nicht“, böse Zungen könnten es auch mit „alltäglich“ übersetzen.

Diese Barrieren „begleiten“ uns schon lange, „seit Corona“ verstärkt.

Nachfolgend praktische Beispiele: Zur Kommunikation mit den Eltern wird hier zu Lande Schoolfox verwendet. Das, was die Lehrerinnen textlich mitteilen, stellt kein Problem dar, bei den Files, die sie weiterleiten und nie von ihnen selbst produziert werden, schaut die Geschichte anders aus: Das beginnt bei Informationen seitens des Ministeriums oder Bildungsdirektion, hört auf bei sonstigen (Freizeit)Angeboten.

Auch beim System selbst gibt es den einen oder anderen „Tasten-Sager“: So ist es unmöglich, die Suche innerhalb der Mitteilungen „anzuspringen“. Auf entsprechende
Nachfrage sagt die Entwicklerfirma, dass das System nicht barrierefrei ist, „unser Anliegen“ gerne weitergegeben wird.

Aber, wie gesagt, die Barrieren sind einfach, ungeachtet dessen, dass Landes- und Bundesbehörden zur Barrierefreiheit verpflichtet wären – in der Theorie. Letztlich – im Falle vom Schoolfox – unterstützt die öffentliche Hand durch die Barriere – be – werbung auch deren Finanzierung.

Natürlich: Sollten die oben gemachten Beobachtungen falsch sein, bitte um entsprechende Kommentierung. Danke!

Am 2.1.2022 gibt es „Aus wie vielen Teilen besteht Weihnachten?“

Was vorher Wunsch, ist jetzt Wirklichkeit

„Behinderten Menschen MÜSSEN…“, „Behinderte Menschen SOLLTEN“, „Es WÄRE GUT, wenn behinderte Menschen“.

Solche oder ähnliche Formulierungen sind im „behinderten Ohr“ ganz normal.

Wir machten bei den diversen Lockdowns die Erfahrung, dass alles das, was wir uns an Lösungen, erdacht und -erstritten haben, nun mehr denn je eingespielte Realität ZU SEIN HAT.

Unterstützung bei nicht barrierefreien Inhalten ist ein Menschenrecht und blablabla. Stimmt alles.
Tun wir seit Jahres – auch ganz ohne Pandemie.

Eine Chance bietet die momentane Situation: PRAKTISCHE Lösungen zu finden und nicht Laborlösungen, die sich – sehr wahrscheinlich nicht behinderte – Menschen erdenken.

Pandemie oder nicht, handelt es sich dabei sehr oft Grundrechte – nur so zur Ergänzung.

Am 19.12.2021 gibt es „Barrieren sind einfach“.

1 + 1 = 2 – 2/X

1 + 1 = 2 – 2/X

 Vater braucht von 09:00 bis 11:00 Assistenz. Mutter von 09:00 bis 11:00 Assistenz.

Wie viele Stunden Assistenz wird gesamt gebraucht? Wie viele Personen braucht es zum Decken  dieses Bedarfs?

ANTWORTEN: 4 und 2. Sollten auf andere Ergebnisse kommen, VORSICHT! Sie nähern sich dem Gutachter-„Niveau“! Zusätzlich: Begeben Sie sich bitte in Selbststudium zum Thema Verfassungsrecht und Menschenrechte. Vermeiden Sie Kontakte zu Theorie, konsumieren Sie regelmäßig Praxis.

Am 12.12.2021 gibt es „Was vorher Wunsch, ist jetzt Wirklichkeit“

1 + 1 = 2 – 1/X

Da – nicht nur bei uns – das Gefühl entsteht, dass „bei den Behinderten“ alles anders ist, werden wir hier Textaufgaben mit deren – gesellschaftlich anerkannten – Antworten geben – als Beitrag, dass das „bei den Behinderten“ oder „für die Behinderten“ nicht anders ist

Aufgabe 1: Es sind sechs Personen, die sich mit dem Auto bewegen wollen. Wie viele Autos brauchen diese? ANTWORT: Wenn sie Autos mit 5 Sitzen haben, brauchen sie zwei Autos.

Am 5.12.2021 gibt es „1 + 1 = 2 – 2/X“

Hilfsmittel sind Hilfsmittel – aber auch nicht mehr

„Mittel zur Arbeitserleichterung oder zur Erreichung eines bestimmten Zweckes“ – ist eine gefundene Definition.

Erleichtern – darüber lässt sich sicher streiten, „entkomplizieren“ trifft’s wohl eher: Durch OCR-Software erspart man sich jemanden, der etwas vorlesen oder abtippen muss – unter Umständen.

Zeitgleich haben die Hilfsmittel – wie es das Wort schon sagt – als Hilfsmittel auch entsprechende Grenzen – nicht nur, was sie können, sondern auch, wann sie (nicht) einsetzbar sind.

In der Praxis: Lesen auf der Braillezeile – super Sache. Lesen auf der Braillezeile mit dem Fläschchen-trinkenden Kind – nuuuuun, das könnte gefährlich werden für’s Hilfsmittel.

Weiteres Beispiel: Farbkennung – mit Handy oder sonst wie: Gute Sache, wenn die Bedingungen (für das Hilfsmittel) passen – ob ich damit unseren Kindern 100%ige Farbenlehre bieten kann, sei dahingestellt.

Was wir damit sagen wollen?
Hilfsmittel – im technischen Sinne – werden ohne dem Hilfsmittel Mensch nicht auskommen, weil spätestens am Spielplatz ist’s mit technischen Hilfsmitteln vorbei.

Am 28.11.2021 gibt es „1 + 1 = 2 – 1/X“

Das Kind als Personalchef

Das Kennenlernen mit einer neuen Assistentin war (für uns) immer spannend, weil wir nicht wussten und wissen, wie das Kind reagieren, die Assistentin inter-agieren wird.

Das kam zu diesem Einsatz auch noch hinzu: Die jüngere Tochter wollte am Beginn so gar nicht, dass die Assistentin ihr die Jacke anzieht, um was ich, Jakob, sie zuvor gebeten habe – also tat es Jasmin.

Jedoch kurze Zeit später, bereits beim Ausziehen der Jacke vor dem Sushiessen ging’s plötzlich problemlos.

So, wie wir das beschrieben haben, läuft die gegenseitige Eingewöhnung meist und problemlos.

Am 21.11.2021 gib es „Hilfsmittel sind Hilfsmittel – aber auch nicht mehr“